Über Cranial Works2018-10-19T20:00:23+00:00

Allgemeine Definition

CRANIAL WORKS (Cranio-Sacrale Körperarbeit) ist eine ganzheitliche und individuelle Behandlungsmethode.
Der menschliche Organismus als zusammenhängende Einheit sowie das Bestehen einer untrennbaren Zusammengehörigkeit von Körper und Geist sind die Grundlagen, von denen CRANIAL WORKS ausgeht. Vergleichbar mit Mosaiksteinen, die einzeln betrachtet nichts erkennen lassen, als Einheit jedoch ein vollständiges Bild ergeben.

Auch gibt es bei CRANIAL WORKS keine „Standardbehandlungen“. Jeder Mensch hat seine eigene Art und seine persönliche Sichtweise und benötigt daher eine ganz individuelle Behandlung. Dieser Ansatz gemeinsam mit den genannten Grundlagen bildet die Basis der CRANIAL WORKS-Methode.

Im Detail

Die Bezeichnung CRANIAL WORKS leitet sich aus der alternativmedizinischen Behandlungsform der Cranio-Sacralen Therapie (lateinisch: cranium = Schädel, sacrum = Kreuzbein) deutsch also auch Schädel-Kreuzbein Therapie ab. Bei dieser Therapieform geht man davon aus, dass es neben Atmung und Puls einen dritten unabhängigen körpereigenen Rhythmus, nämlich den „Liquor-Puls“ bzw. den Cranio-Sacralen Impuls, gibt.

Was ist der Cranio-Sacrale Impuls („Liquor-Puls“)?
Der Liquor ist eine klare, farblose Körperflüssigkeit, die in den Hirnkammern gebildet wird. Sie umspült Gehirn und Rückenmark, hinunter reichend bis zum unmittelbaren Ende der Wirbelsäule, dem Kreuzbein. Durch die ständige Zirkulation des Liquors zwischen dem Schädel (lateinisch: cranium) und dem Kreuzbein (lateinisch: os sacrum) wird der Cranio-Sacrale Impuls in Form eines fühlbaren Pulsschlages, der sich als leichte Druckwelle über den ganzen Körper ausbreitet, spürbar. Dieser Cranio-Sacrale Impuls ist in abgeschwächter Form in allen Gelenken und Körpergeweben fühlbar. Sein ungehinderter Fluß ist von großer Bedeutung und wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Menschen aus.

Die ganzheitliche Betrachtung
Die Cranio-Sacrale Körperarbeit beschäftigt sich intensiv mit der Untrennbarkeit von Körper & Geist und deren Wechselwirkungsweisen. Im Laufe eines Lebens bewältigt das Duo „Körper & Geist“  unzählige Hürden und räumt Störungen aus dem Weg. Die dementsprechenden positiven oder negativen Erledigungen (Bewältigungen) werden im Körper abgelegt bzw. aufbewahrt. Dies passiert einerseits geistig im (Unter-)Bewußtsein und andererseits körperlich im sogenannten „Körpergedächtnis”.

Was ist das „Körpergedächtnis“?
Der Mensch speichert Zeit seines Lebens in all seinen Körperstrukturen nicht nur positive, sondern auch negative Erlebnisse, die durch äußere Einflüsse ausgelöst worden sein können, wie z.B. Unfälle, Verletzungen, schwere Geburten oder andere emotionale negative Belastungen.
Knochen, Gelenke, Muskeln, Gewebe, Organe – sie alle dienen als Erlebnisspeicher bzw. sind das „Körpergedächtnis“, das die Cranio-Sacrale Körperarbeit ebenfalls anspricht.
Viele körperliche und geistige traumatische Erfahrungen können durch die eigenen Selbstheilungskräfte unbemerkt reguliert werden, aber nicht immer alle. Gelingt es dem Körper nicht mehr selbst, damit fertig zu werden, kommt es zur „Betriebsstörung“.

Achtung „Betriebsstörung“
Es können körperliche Fehlstellungen (z.B. Beckenschiefstand, Kieferspannungen, Fehlstellung des Schädelknochens), aber auch emotionale Belastungen oder traumatische Ereignisse sein, die Auslöser dafür sind, dass der Cranio-Sacrale Impuls in seinem freien, rhythmischen Fluß gehindert ist. Es tritt eine Art „Betriebsstörung“ ein. Man spricht dann von einer Dysfunktion oder Blockade. Diese Blockaden können die Ursache von schmerzhaften Beschwerden sein, deren Ursprung manchmal unerklärbar zu sein scheint. Hier genügt oft ein kleiner Reiz von außen z.B. mit Hilfe einer Cranio-Sacralen Technik, um die Selbstheilungskräfte wieder in Gang zu bringen.

Aufgabe und Ziel der Cranio-Sacralen Körperarbeit
Aufgabe der Cranio-Sacralen Körperarbeit ist es, diese Blockaden zu finden und zu lösen. Die blockierten Körperstrukturen (Knochen, Gewebe, Muskeln etc.) sind schmerzhaft verändert, verschoben oder stehen unter Spannung. Mit Hilfe von sanften manuellen Techniken wird daher versucht, den betroffenen Stellen in einen störungsfreien Zustand zurück zu helfen. Die Cranio-Sacrale Körperarbeit versteht sich dabei lediglich als Mittel dafür, der angeschlagenen körpereigenen Regulation wieder auf die Sprünge zu helfen.
Ziel ist es, dadurch den ungehinderten rhythmischen Fluß des Liquors wieder herzustellen, sodass eine schmerzfreie Bewegung des Körpers ermöglicht werden kann. Dafür sind nicht nur speziell erlernte Handgrifftechniken nötig, sondern auch genaue anatomische Kenntnisse über den menschlichen Körper.

Entstehungsgeschichte

CRANIAL WORKS ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, deren Ursprung in der Osteopathie zu finden ist.

Osteopathie
Vorläufer der Osteopathie sind bereits im 17. Jahrhundert zu finden. In einer Zeit, als es weder Röntgenaufnahmen noch Magnetresonanzbilder gab, wurde begonnen, schulmedizinisches Wissen mit den ersten Erkenntnissen spür- bzw. ertastbarer Gelenks- und Knochenfehlstellungen zusammenfließen zu lassen.
Die ersten Handgrifftechniken, vor allem im Bereich der Wirbelsäule und der Gelenke, wurden erforscht und auch erfolgreich angewendet.
Es war der amerikanische Arzt Dr. Andrew T. Still (1828-1917), der sich bereits damals für ein erweitertes Körperwissen einsetzte, das nicht ausschließlich auf schulmedizinischer Basis beruht. Er gilt heute als Begründer der Osteopathie (griechisch: ostéon = Knochen, páthos = Leiden).

Craniale Osteopathie
Um 1930 – ebenfalls in Amerika – nutzte der Arzt  Dr. William G. Sutherland (1873-1954) sein Wissen über die Osteopathie, um mit seinen Forschungen das osteopathische Konzept, das bis dahin primär auf den Wirbelsäulenbereich konzentriert war, auf den Schädel zu erweitern. Aus unzähligen Forschungs- und Versuchsreihen schlußfolgerte er schließlich, dass der menschliche Schädel am Ende seines Wachstums (zwischen dem 13. und 20. Lebensjahr) kein starres Gebilde ist, sondern dass die Schädelknochen zeitlebens zueinander beweglich bleiben und daher ebenso osteopathisch behandelt werden können.
Die Craniale (lateinisch: cranium = Schädel) Osteopathie war entstanden.

Cranio–Sacrale Therapie
In den 1970er Jahren war es der Osteopath Dr. John E. Upledger, der auf Sutherlands Grundlagen weiter forschte. Upledger erkannte, dass die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) in einem bestimmten Rhythmus, unabhängig von Puls und Atmung, zwischen dem Schädel und dem unteren Ende der Wirbelsäule, dem Kreuzbein, zirkuliert. Dieser rhythmische Fluß der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit wird als Cranio-Sacraler Impuls bezeichnet. Er stellte fest, dass mit Hilfe dieses Impulses viele körperliche und seelische Beschwerden behandelt werden können.
Die von Upledger begründete Therapie wurde als Schädel-Kreuzbein Therapie bzw. Cranio (lateinisch: cranium = Schädel) – Sacrale (lateinisch: os sacrum = Kreuzbein) Therapie bekannt.

Heute haben die genannten Alternativmedizinen bereits ihre fixe Stelle in der Behandlung des Menschen zu dessen bestmöglicher Heilung eingenommen. Die Cranio-Sacrale Körperarbeit, als energetische Behandlungsform, hat hier ihren Platz. Basierend auf der Cranio-Sacralen Therapie, vereint sie die Erkenntnisse über Gelenks- und Knochenfehlstellungen, über Bedeutung und Wirkung des Cranio-Sacralen Impulses mit dem Wissen um die körpereigene Heilkraft.

CRANIAL WORKS ist eine nur mit den Händen (Manualbehandlung) ausgeführte Behandlungsmethode, bei der versucht wird, störende Körperblockaden aufzuzeigen und zu lösen, um Beschwerdefreiheit und Wohlbefinden wieder herzustellen.